StartseiteÜber mich

Nachfolgender Bericht aus der Neuss-Grevenbroicher-Zeitung gibt einen weiteren Überblick.

NGZ-Artikel von Mai 2005

Von David Beineke
Die Speedskater Düsseldorf, die Abteilung für Inline-Skater beim VfR Büttgen, haben prominenten Zuwachs bekommen. In Gestalt von Daniel und Nicole Pütter haben sich ihnen zwei Athleten aus der erweiterten deutschen Spitze der noch relativ jungen Sportart angeschlossen.
Daniel Pütter hat sich den Speedskatern Düsseldorf beim VfR Büttgen angeschlossen. Mit seiner Frau Nicole ist er aus dem Allgäu nach Neuss gezogen.

Vor allem Daniel Pütter konnte im Trikot des Skate Club Allgäu bei Deutschen Meisterschaften auf der Bahn schon sechs Medaillen, darunter 2003 über 1500 Meter sogar eine goldene, einheimsen. Aber auch seine Gattin ist auf den Rollen verdammt schnell unterwegs, genau wie ihr Mann hat sie fünf Titel bei Bayerischen Meisterschaften in der Erfolgsliste stehen, vor zwei Jahren fehlten ihr drei Hundertstel zum Gewinn einer DM-Medaille.
Dass die beiden jetzt bei den VfR-Speedskatern „auf die Rolle gehen“, liegt an ihrem Umzug aus dem bayerischen Kempten nach Neuss. „In dem großen Einzugsgebiet rund um die Stadt sind die beruflichen Aussichten als Sportjournalist einfach wesentlich besser. Wo ich vorher gewohnt habe, gab’s nur eine Zeitung - und sonst gar nichts“, erklärt Pütter, der nach einem Studium zum Betriebswirt in Österreich auch noch eine viersemestrige Hochschulausbildung zum Sportjournalisten absolvierte. Die Idee dazu kam ihm, als er als Sportler immer erfolgreicher wurde - wieso also nicht das Hobby mit dem Beruf verbinden?
Dass die Wahl als neuer Wohnort letztlich auf die Quirinusstadt und nicht auf Köln oder Düsseldorf fiel, hat allerdings auch etwas mit der Herkunft von Daniel Pütter zu tun. Der mittlerweile 35-Jährige verbrachte nämlich seine ganze Jugend in Dormagen, zog erst nach dem Abitur wegen der Bundeswehr in den Süden der Republik.
Sportlich tendierte Pütter damals schon nach Neuss, bei der Turngemeinde begann er mit dem Triathlon, trainierte sogar mit Ausnahme-Athlet Wolfgang Dietrich. Später spezialisierte sich Pütter auf das Rennrad, fuhr während seiner Zeit in Bayern Wettkämpfe als Amateur und war später Rennleiter des GAT-Teams. Ein Unfall war es dann, der den Weg für die Karriere auf Inline-Skates bereitete. 1997 stürzte Pütter auf dem Rad bei einem Zielsprint so schwer, dass er danach die Saison beenden musste. Als er wieder einigermaßen auf den Beinen war, entschied er sich, beim ersten Köln-Marathon mitzumachen - aber auf Inline-Skates.
Unter über 1000 Teilnehmern sprang mit einer Zeit knapp über anderthalb Stunden gleich der 20. Platz heraus. „Durch mein Radsporttraining hatte ich konditionell hervorragende Voraussetzungen, aber technisch war ich furchtbar schlecht“, erinnert sich Pütter, der diesen Mangel inzwischen abgestellt hat. Nach dem erfolgreichen Start in der Domstadt verschrieb er sich immer mehr dem Speedskaten und bildete sich auch als Trainer fort.
Mittlerweile ist er einer der wenigen Skate-Übungsleiter in Deutschland, die eine B-Lizenz ihr Eigen nennen. Damit gehörte er schon bei Lehrgängen des Nationalkaders im Inzeller Bundesleistungszentrum zum Trainerstab, wobei sich seine Frau Nicole als ausgebildete Physiotherapeutin praktischerweise gleichzeitig um das körperliche Wohlbefinden der Kaderathleten kümmern konnte.
Klar, dass Daniel Pütter seine Qualitäten als Trainer auch bei den Speedskatern des VfR Büttgen einbringt. „Wir haben inzwischen über 70 Mitglieder. Durch Daniels Unterstützung konnten wir den Trainingsbetrieb noch weiter optimieren“, meint Jochen Tups aus dem Organisationsteam der Speedskater Düsseldorf. Doch Pütter sieht das Potenzial der Abteilung noch lange nicht ausgeschöpft.
Er will das Augenmerk künftig auch verstärkt auf Nachwuchsfahrer im Alter ab zehn Jahren legen, auch mehr Kurse für Anfänger kann er sich vorstellen: „Der Vereinsbetrieb kann auf Dauer nur schwer mit Mitgliedern um die 30 Jahre aufrecht erhalten werden.“ Genug Zeit, um seine Ideen umzusetzen, hat Pütter spätestens im kommenden Jahr. Dann will er nämlich seine Karriere als aktiver Fahrer im ALPA-Team in der Bundesliga ausklingen lassen.
© ngz-online, Neuss-Grevenbroicher Zeitung


Druckbare Version